Sonntag, 22. April 2018

ASIA-Roman: Han Kang „Die Vegetarierin“

Die süd-koreanische Autorin Han Kang hat man hierzulande neu entdeckt. Das hat mit ihrem spät ins Englische übersetzten Roman „Die Vegetarierin“ (orig. 2007) zu tun hat, denn dieser erhielt in 2016 den britischen Man Booker International Prize, verkaufte sich daraufhin in mehreren 100.000 Exemplaren - und das wiederum blieb auch den deutschen Verlagen nicht verborgen. 

In dem Roman erzählt die Autorin von einer zunächst höchst gewöhnlichen Ehefrau, die von einem Tag auf den anderen nach einem finsteren Traum strikte Vegetarierin wird, wodurch sie nicht nur bei ihrem höchst gewöhnlichen Ehemann, der ein ordentliches Frühstück gewohnt war, auf wenig Begeisterung stößt, sondern bei der ganzen Familie aneckt. Das zeigt sich dann endgültig auf einem Familienfest, das in einem Eklat endet. 

Der Mann ihrer Schwester verrennt sich unterdessen in sein Kunstprojekt. Er kann die Vegetarierin überzeugen, ihren Körper komplett mit Blumen zu bemalen, lässt sich schließlich selbst mit Blumen bemalen und dann filmen sie sich beim Sexualakt – und fliegen auf. 

Während der Mann untertaucht, entwickelt die Vegetarierin die Obsession, sich immer mehr als Pflanze zu sehen und verweigert schließlich sämtliche Nahrung. 

Einen erotischen Touch kann Han Kang's Roman nicht verleugnen. 

Es ist die große Kunst der Erzählerin Han Kang, dass man am Ende ihres bezwingenden Todesartenzyklus nicht mehr weiß, ob die junge Frau nicht einfach die bessere Wahl getroffen hat“, meint die zeit

 „An vielen Stellen erinnert der Roman an die Literatur von Haruki Murakami, mit ihrer leichten, aber effektvollen Sprache, dem Thema der Einsamkeit, der erotischen Stimmung und der Irritation gegenüber der Welt“, meint der deutschlandfunk.

Platzhalter: 2. Polen-Besuch April/Mai 2017, Teil 1

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Platzhalter: 2. Polen-Besuch April/Mai 2017, Teil 2

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