Samstag, 9. Dezember 2017

Auf Ko Chang (Thailand)

Ko Chang
Klong Prao Beach
Chokdee Resort, 18 €/Nacht für Hütte mit Ventilator, Moskitonetz, Bad und Frühstück

Mal auf die Schnelle für das Wochenende eine preisgünstige Unterkunft auf einer angesagten Touristeninsel zu buchen, ist nicht die beste Idee.  Meine Unterkunft könnte besser sei, sie liegt zu nahe an der Küstenstraße, 50 m entfernt. Allerdings war dies bei booking.com auch nicht so erkennbar, denn das Ressort ist ziemlich groß. Dass ich mir hingegen keine Aircon leisten wollte, ist nicht so schlimm, denn die Temperatur liegt in der Hütte jetzt schon - am frühen Abend - unter 27 Grad.

Nach einschlägiger Überprüfung des Sachverhalts sieht es nicht so aus, dass ich hier zur Traumhütte am Beach kommen werde, denn diese ist mit mindestens 30 €/Nacht, tendenziell eher 50 €/Nacht zu veranschlagen, wenn sie (im Regelfall) nicht bereits weggebucht ist.

Heute morgen schlief ich erst mal aus (bis 8 Uhr), trank nebenan zwei Cafe Americano, scheckte aus und ließ mich von dem vor dem Ressort in Koh Kong City stehenden Tuk Tuk zur rd. 9 km entfernten thailändischen Grenze bringen. 6 Dollar, das ging noch.

Die Grenzprozeduren gingen schnell, allerdings wurden Fingerabdrücke etc. genommen. Auf der anderen Seite warten Minibusse, die einen - wenn voll - zur mindestens 100 km entfernten Stadt Trat bringen. Dort kann man umsteigen, wohin auch immer. Zur Insel Ko Chang muss man die 17 km zum Fischerdorf Laem Ngop fahren. Pritschenwagen warten am Busbahnhof in Trat. Auch sie fahren natürlich erst los, wenn sie voll sind. Aber alles easy, die Pritschenwagen fahren direkt zu einer Verkaufsstelle für die Fährentickets und dann weiter zur Anlegestelle der Autofähre.



Die Insel, nur ca. 10 km von der Küste entfernt, ist dann auch bald erreicht. Dort wird man auf weitere Pritschenwagen verladen und - wenn alles gut läuft - in der Nähe des gewünschten Ressorts abgesetzt. Das ist hier alles ziemlich professionell und klappte hervorragend, wenn man bedenkt, dass mein Ressort etwa 12 km entfernt liegt und sich der Fahrer ja merken muss, wo er die einzelnen Leute auf seinem Wagen absetzen muss.

Ansonsten war es dann schon ziemlich spät, um noch viel zu tun. Ich erkundete unten den Beach (mit schicken Kokospalmen bei einigen Ressorts) und das Umfeld an der Küstenstraße.



Unten am Sandstrand, das ist irgendwie schon eine andere Welt mit seinen Liegen, offenen Massage-Einrichtungen, Sonnen- und Meerbadenden.



Oben an der Küstenstraße gibt es Shops, Restaurants, Massagesalons und Girlie-Bars in wilder Mischung.



>An der Küstenstraße. Oben läuft ein Affe über die Stromleitung. Er hat ein Büschel Vegetation im Maul.<

Am folgenden Tag lief ich die einschlägigen Beaches an der Westküste ab. Zunächst ging es zum nahegelegenen Kai Bae Beach. Dort gefiel es mir tendenziell wohl auch besten. Es gibt dort wirklich einige schöne Ressorts mit Palmen und die drei kleinen vorgelagerten Inseln sorgen für einen ansprechenden Ausblick auf das Meer.

Ich ging weiter zum Lonely Beach. Lonely Beach Village hat noch einen gewissen Traveller-Flair, aber ich schätze mal, dort dürfte es abends auch relativ laut sein.

Am späteren Nachmittag lief ich noch den ganzen White Sands Beach lang. Auch ganz nett.

Jedenfalls kann man gut am Strand und manchmal gezwungenermaßen durch die Ressorts laufen, keine gesperrten Areale.

Alles in allem kann man schon verstehen, weshalb dies hier auf Ko Chang eine bedeutende Touristen-Destination geworden ist. Die Insel mit ihren grünbewaldeten Bergen ist schon attraktiv. Und es gibt immer noch keine Küstenstraße um die ganze Insel herum und keine Straße durch die Insel, so dass es auch noch eine gut erhaltene Natur im Inselinnern gibt. Mir ist allerdings nicht nach einer Trekking-Tour auf die Berge, ich habe schon genug Schrammen und Mückenstiche in Koh Kong kassiert.

Dschungeltour bei Koh Kong City

Obgleich ich den Text zu dieser Dschungeltour am gestrigen Tage bereits im letzten Beitrag geschrieben habe, möchte ich doch noch einige Bilder hierzu zeigen.



>Ankunft am Startpunkt der Wanderung<




>Die erste Höhe wurde erklommen. Das Photo zeigt die Bucht, durch die das Boot gekommen ist.<




>Weiter geht's<




>Das Ziel, der Wasserfall<




>Das Unglück nimmt seinen Lauf: die neue Straße in Bau<




>Es galt wieder, über eine kleine Bambusbrücke auf die andere Seite des Baches zu gelangen.<




>Weiter durch extensiv genutztes Kulturland. Oder ist es Waldbrache? Der Baum ist jedenfalls ein Jackfruit Baum.<




>Zurück auf dem Boot, gab es noch frische Ananas. Das Mittagessen War auf dieser Tour eher einfach gestaltet: Reis mit Huhn.<



>Rückfahrt<

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Koh Kong City und Ausflug zur Insel

Koh Kong City
Apex Koh Kong Hotel, 13-14 $/Nacht. Das war das erste Mal auf dieser Reise, dass ich mit booking.com eine Unterkunft vorreservierte.

6 Stunden zog der Bus von Phnom Penh aus gen Südwesten. Ich bin jetzt am Meer. Immerhin hatte ich eine Sitzbank für mich allein. Es gibt in dieser dünnbesiedelten Gegend keinen Ort dazwischen, der bekanntermaßen einen sinnigen Aufenthalt erlaubt. Aber es gibt schöne Landschaft, denn der Bus durchquert das immer noch weitgehend bewaldete Kardamongebirge und später küstenparallel mehrere Dschungelflüsse. Als minensicher gilt die Gegend jedoch nicht.

Noch vor 15 Jahren war die Gegend eher für Schmuggleraktivitäten bekannt. Eine asphaltierte Straße gab es auf dieser Strecke nicht.

Als Highlight in Kambodscha ist diese Stadt allerdings kaum zu betrachten. Es gibt hier nichts zu sehen, was eine besondere Erwähnung verdient. Ein paar Fischerboote am kleinen Hafen sind die größte Attraktion.



Die Stände am Nachtmarkt wirken etwas ärmlich in Hinblick auf die Angebotspalette. Immerhin konnte ich dennoch einen Teller mit leckeren gebratenen Garnelen kaufen, wenn es schon keine Fische gab.

Ich bin nur noch ca. 8 km von der thailändischen Grenze entfernt, habe Kambodscha nunmehr von NE nach SW praktisch durchquert. Morgen bleibe ich in jedem Fall noch hier, wahrscheinlich sogar 3 Nächte.

Am nächsten Morgen wurde mir gesagt, dass doch ein Boot zur Insel Koh Kong zwecks Tagesausflug fährt. Das sind über 2 Stunden Fahrt. Die Insel ist weitgehend bewaldet, es soll dort - lt. Lonely Planet - nur ein einziges Ressort geben. 22 Dollar pro Person wurden für die Tagestour verlangt.



>Aufbruch, im Hintergrund ein Garnelenfänger. Auch Fischerboote fuhren  raus.<



Die Fahrt war angenehm. Die Insel hat Berge, sie kam daher bald in Sicht:






Wir steuerten eine der vielen Strandbuchten an. Unübersehbar waren wir nicht die ersten Touristen dort - viel Müll.



>Der Beach<



Letztendlich war hier nur Faulenzen und Baden angesagt. Das Hinterland der Insel war komplett unzugänglich. Es gab aber noch ein gutes Mittagessen mit viel Fisch, mit Huhn, frischen Ananas, Baguettes etc. Nur der Kaffee fehlte.

Insgesamt ein gelungener Abstecher. Auf dem Rückweg führen wir noch durch Mangrovenwald.



An einem Schutzgebiet stiegen wir aus und gingen über Beton- und Holzstegwege durch den Mangrovenwald.



>In den Mangroven<



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Tag 3: Da sich die Möglichkeit bot, mit einer weitgehend französischen Gruppe eine kleine Trekking-Tour zu einem Wasserfall zu machen, tat ich dies auch noch. Die Tour startete wieder mit einer längeren Bootsfahrt - diesmal in eine andere Richtung. Schöne Gegend, wieder mit viel Mangrovenwald.

Am Ende einer schmalen Bucht ging's los. Auch wenn dies nur eine gemäßigt anstrengende Tour war, ist es dennoch schweißtreibend. Ausserdem machte sich mein in den letzten Jahren zunehmend abhanden gekommener Gleichgewichtssinn unangenehm bemerkbar. Glatte Steine, kleine Bambusbrücken ohne Geländer, alles etwas schwierig für mich. Diese Tour bestärkte mich jedenfalls wieder in der Auffassung, zukünftig keine Dschungeltouren mehr zu machen.

Wir wurden Zeugen, wie sich eine Straße Richtung Wasserfall frisst. Auch diese visuell wenig berührte Landschaft wird wohl bald Vergangenheit sein.

Durch Primär-Regenwald sind wir allerdings sowieso nicht gelaufen.

Abends aß ich wiederholt Garnelen auf dem sparsam ausgestatteten Nachtmarkt.

Klimadaten:

19:25 Uhr, 29.1 Grad, 81 % Luftfeuchtigkeit.

Morgen ist geplant, wieder nach Thailand zurückzukehren. Ich gehe testweise auf die Insel Ko Chang.