Sonntag, 18. Dezember 2016

Bangkok (II)

Ich bleibe bei meiner Meinung. Bangkok ist einfach anstrengend. Nach zwei, maximal drei Nächten sollte man Land gewinnen und abhauen. Zu warm, schwül, stickig, giftig und laut - selbst dann, wenn man nicht viel vor hat.

Ich kaufte heute ein Tagesticket für die BTS-Hochbahn (Sky-Train).



>Sky-Train-Trasse<



Ich erkundete die Strecke nach Westen. Letztendlich stieg ich dann aber nur an der Taksim Bridge aus, fuhr zwei Stationen mit einem Boot auf dem Chao Phaya River, um durch die China Town zum Hauptbahnhof zu gehen. Da gibt es ganz interessante Ecken.



>Ein Photo für Kabel-Fetischisten<







>Schrotthandel in Chinatown<



Am Hauptbahnhof ist der Startpunkt der Metro. Ich fuhr zwei Stationen, um wieder zum Sky-Train zu gelangen und dann mit diesem zur Siam-Station. In dieser Gegend gibt es zahlreiche große Shopping-Center. Besonders bei Central World war viel los - Delikatessen-Markt. Ich selbst gönnte mir nur ein Eis.









Da langsam die Sonne unterging und mich der Lärm nervte, kehrte ich dann zum Lumpini-Park zurück. Es gab dort heute eine Klassik- bzw. Klassik-Pop-Veranstaltung, der ich zeitweise - auf dem Rasen liegend - lauschte.

Tja, morgen am frühen Abend geht der Flieger Richtung Heimat. Es könnten 0 Grad sein bei der Ankunft in Düsseldorf - üble Sache!

Samstag, 17. Dezember 2016

Bangkok überleben

The Pavilion Place, Bangkok, ca. 21 €/Nacht, mit Aircon und Bad.

Überleben, keine Selbstverständlichkeit. Nachdem in Laos Rechtsverkehr galt, bekommt man es in Thailand wieder mit Linksverkehr und in Bangkok mit Schnellstraßen und Verkehrschaos noch dazu zu tun. Vorsicht ist jedenfalls geboten.

Etwas derangierter Tag. Ich bin vermutlich zu früh aufgestanden - um 6 Uhr. Aber da ich der Meinung war, dass die Flugbuchung über das Internet funktioniert hat, obwohl die Airasia-Website dies in meinem persönlichen Bereich wohl auch hätte anzeigen sollen, war das frühe Aufstehen notwendig.

In Ubon Ratchathani gleich ein TukTuk zu finden, um zum Flughafen zu kommen, war gar nicht so einfach, musste erst mal ein paar Hundert Meter laufen.

Ansonsten war es dann einfach. Ich zeigte meinen Reisepass und am Check-In fand der Mann meinen Namen und die Buchung. Trotzdem finde ich, könnte Airasia nach all den Jahren am Markt mal eine wirklich funktionierende Webseite aufbauen. Es gibt z.B. auch eine Airasia-App - die läuft bei mir auf dem Tablet überhaupt nicht, obwohl ich sie noch aktualisiert habe.



Am Flughafen Don Muang wusste ich leider zunächst überhaupt nicht, was ich machen sollte. Deshalb vertroedelte ich erst mal ausgiebig Zeit in einem Café. Zuletzt - vor ca. 3 Jahren - bin ich nach Ayutthaya gefahren. Ich entschied dann, dass es jetzt auch nichts bringt, zum dritten Mal und schon wieder durch die Ruinen dort zu stapfen, zumal die Anreise dorthin letztes Mal ziemlich chaotisch in einem stark verspäteten und überfüllten Zug erfolgte.

Da mir immer noch keine wirklichen weiteren Alternativen zu Bangkok bekannt sind und booking.com auch nichts Brauchbares z.B. an der Küste südlich von Bangkok anzeigt, entschied ich mich dann eben für Bangkok selbst.

Mir wurde im Flughafen eine Sim-Karte für das Tablet aufgeschwatzt, das passte mir aber gerade gut, damit ich mittels booking.com direkt nach einer Unterkunft suchen konnte. Naja, 5 € ist ja auch nicht so viel Geld.

Das Zimmer ist das teuerste dieses Urlaubs, sicher nicht das beste des Urlaubs, aber es ist o.k. und von jetzt auf gleich gibt's eben nichts Billigeres über booking.com - außer natürlich in Mehrpersonen-Schlafzimmern von Hostels.

Der Stadtteil hier heißt Silom, hat viele Hochhäuser. Das Umfeld bezeichne ich mal als "etwas dubios".



Das Hotel war nicht so leicht zu finden, da es in der dritten und vierten Etage eines Häuserblocks liegt und die ganze Sackgasse hier "The Pavilion Place" heißt. Unten sind Animierlokale drin. Eine Seitenstraße weiter liegt der Padpong Night Market, drei Gassen, wo Souvenirs und Kleidung verkauft werden. Die äußeren Gassen werden flankiert von Massage-Läden und Nachtbars, in denen halbnackte Mädchen an Theken sitzen oder auf Bühnen tanzen. Wer sich hineinverirrt, hat möglicherweise eine kostenintensive Fehlentscheidung getroffen, denke ich mal.

Nicht weit entfernt ist auch der Lumpini Park, einer der größten Parks von Bangkok mit etwa 750 m Kantenlänge. Er ist von einigen Hochhäusern umgeben.



>Am/im Lumpini Park<



Da war ich am späten Nachmittag. Der Park selbst ähnelt strukturell ein wenig dem Volksgarten in Köln. Auf dem Teich sind Liebespaare in schwanenförmigen Tretbooten unterwegs. Es wird viel gejoggt, und es gibt viele Fitness-Geräte hier. Es gibt auch Tiere. Ich sah einen Waran und einige, zum Teil auch größere Schildkröten:






Die letzten zwei Nächte der Reise muss ich keinen Wecker stellen. Das ist ja schon mal toll. "Naturwecker", die sich ungefragt berufen fühlen, den Weckdienst auszuüben, gibt es wohl auch nicht.

Klima:

19:30 Uhr, 28.0 Grad, 54 % Luftfeuchtigkeit. Deutlich wärmer, aber bemerkenswert trocken.

Freitag, 16. Dezember 2016

Ubon Ratchathani (East-Thailand)

Phadaeng Hotel, Ubon Ratchathani, ca. 14 €/Nacht, mit Aircon, Balkon, Kühlschrank.

Das klappte heute alles ganz gut. Gestern kaufte ich im Reisebüro das Busticket in diese Stadt. Heute morgen  8 Uhr PickUp am Guesthouse. Der Minibus brachte mich und andere Touristen zu einem Busbahnhof, und dann ging es mit einem Pakxe-Ubon-Bus in wenigen Stunden nach Ubon Ratchathani - ohne Wechsel des Verkehrsmittels an der laotisch-thailaendischen Grenze bei Chong Mek. An der Grenze beschnueffelten Drogen-Spuerhunde das Gepäck.



>Der Bus kommt<

Vom nördlichen Busbahnhof in Ubon Ratchathani waren es sicher mindestens 10 km zu meinem per booking.com vorgebuchten Hotel. Ich benutzte den öffentlichen Nahverkehr, der hier von Pritschenbussen auf festen Routen bedient wird. Das klappte super, da die Osmand-App auf meinem Tablet den Weg verfolgte und ich daher wusste, wo ich am besten aussteigen sollte. Noch ein paar 100 m zu Fuß, fertig. 25 Cent.



>Das Hotel<




>Stadt-Motive aus Ubon Ratchathani<









>Am Fluss, Mae Nam Mun, ist wenig los, obwohl das Ufer hier sogar als Promenade ausgebaut ist.<

Später sah ich nahe am Hotel mehrere Nähmaschinen-Staende. Ich lief sofort zum Hotel, holte meine kaputte Hose und ließ sie nähen. Ich hatte es auch in Laos schon bei einem Mädel versucht, aber die traute sich nicht ran an die Aufgabe. Hier ging das sofort. Kostete nur 50 Cent bei zwei ca. 15 cm langen Rissen. Ich gab das Doppelte, man will hier ja schließlich keine Leute ausbeuten.



>Meine Hose wird repariert<




>Wats gibt es in der Stadt natürlich auch. Sie dürften aber wohl kaum ein Grund sein, hier in der Stadt länger zu verweilen.<



Ein gutes Café fand ich auch noch, aß Heidelbeer-Kaesekuchen und trank einen super guten Kaffee.

Den Durchfall habe ich wohl gut überstanden. Ich warf heute Morgen zwar noch sicherheitshalber wegen der Busfahrt eine Metifex- und eine Immodium-Tablette ein, aber jetzt werde ich sie absetzen. Einstweilen knabbere ich sowieso noch an der Bananenstaude mit ihren 22 Bananen.

Es ist bemerkenswert "kühl" hier:

15:45 Uhr, 25.4 Grad, 53 % Luftfeuchtigkeit. Ich wusste gar nicht, dass es in Thailand um diese Uhrzeit so kühl sein kann.