Samstag, 1. Juli 2017

Der Blog ist tot!

Nein, nicht ganz, aber fast! Wenn ihr rechts auf die Reiseverzeichnisse geht und weitgehend keine Bilder mehr seht, so liegt es daran, dass die Photos ganz überwiegend auf photobucket liegen. 

Vorgestern/ gestern zeigte photobucket noch an Stelle der eingebundenen Photos ein kleineres wie das rechts gezeigte Bild und verlangte "Lösegeld" in Höhe von 399 US-Dollar pro Jahr, wenn die eingebundenen Photos gezeigt werden sollen. 

Ich dachte erst, ein Trojaner oder ein anderes Virenzeug hätten die Bilder "gekapert"; das Geschäftsgebaren des Konzerns erinnert nämlich strategisch schwer an verschlüsselte Festplatten und entsprechende Lösegeldforderungen. Ihr könnt bei bei ghacks oder pcmag
nachlesen, was passiert.

Kein Scherz, Photobucket selbst will das Geld! Man bedenke, Photobucket hat in der Vergangenheit über viele Jahre nicht nur einen Free Account, sondern - wie üblich - natürlich auch die freie Verlinkung der hochgeladenen Bilder angeboten und die Links präsentiert, so dass man sie nur kopieren und einbinden musste. 

Dadurch ist man leider erpressbar geworden (und wäre das auch, wenn man für die Bilder bereits gezahlt hätte).

Heute seht ihr anstelle des obigen Bildes jeweils einen Link auf das Bild. Unschön, zumal meinerseits bestimmt nicht beabsicht ist, die Klickrate auf photobucket-Seiten zu erhöhen.

Das Geld wird von mir dennoch nicht gezahlt werden, denn dies ist kein kommerzieller Blog und die Bilder allen zu zeigen, die sie finden oder die Blog-Adresse kannten, war eine schöne Web-2.0-Blogger-Idee der 2000er-Jahre, auch um mit anderen kommunizieren zu können. 

Heute nun ja, ich denke sowieso, google findet zwar alles, zeigt aber nur noch wenig (und viel weniger als früher) als Suchergebnis an. In Folge der vielen (Rechts)streitigkeiten der letzten Jahre sind - glaube ich - weder die Suchmaschinenbetreiber noch die Blog-Platformen, Foren oder die Politik daran interessiert, dass von der Suchmaschine "etwas gefunden" wird.

Ich selbst brauche kein Online-Tagebuch meiner Reisen. Keine Angst, der Blog wird (noch) nicht gelöscht, aber die "Restaurierung der alten Reisen" ist illusorisch, so viel Zeit hat man gar nicht und will sie auch nicht in diese Sache investieren - zumal, was hier passiert, kann auch bei jeder anderen Bild-Datenbank eines anderen Anbieters morgen oder übermorgen passieren - oder sie macht gleich ganz dicht, weil sie zu wenig Einnahmen generiert.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Bangkok (II)

Ich bleibe bei meiner Meinung. Bangkok ist einfach anstrengend. Nach zwei, maximal drei Nächten sollte man Land gewinnen und abhauen. Zu warm, schwül, stickig, giftig und laut - selbst dann, wenn man nicht viel vor hat.

Ich kaufte heute ein Tagesticket für die BTS-Hochbahn (Sky-Train).



>Sky-Train-Trasse<



Ich erkundete die Strecke nach Westen. Letztendlich stieg ich dann aber nur an der Taksim Bridge aus, fuhr zwei Stationen mit einem Boot auf dem Chao Phaya River, um durch die China Town zum Hauptbahnhof zu gehen. Da gibt es ganz interessante Ecken.



>Ein Photo für Kabel-Fetischisten<







>Schrotthandel in Chinatown<



Am Hauptbahnhof ist der Startpunkt der Metro. Ich fuhr zwei Stationen, um wieder zum Sky-Train zu gelangen und dann mit diesem zur Siam-Station. In dieser Gegend gibt es zahlreiche große Shopping-Center. Besonders bei Central World war viel los - Delikatessen-Markt. Ich selbst gönnte mir nur ein Eis.









Da langsam die Sonne unterging und mich der Lärm nervte, kehrte ich dann zum Lumpini-Park zurück. Es gab dort heute eine Klassik- bzw. Klassik-Pop-Veranstaltung, der ich zeitweise - auf dem Rasen liegend - lauschte.

Tja, morgen am frühen Abend geht der Flieger Richtung Heimat. Es könnten 0 Grad sein bei der Ankunft in Düsseldorf - üble Sache!

Samstag, 17. Dezember 2016

Bangkok überleben

The Pavilion Place, Bangkok, ca. 21 €/Nacht, mit Aircon und Bad.

Überleben, keine Selbstverständlichkeit. Nachdem in Laos Rechtsverkehr galt, bekommt man es in Thailand wieder mit Linksverkehr und in Bangkok mit Schnellstraßen und Verkehrschaos noch dazu zu tun. Vorsicht ist jedenfalls geboten.

Etwas derangierter Tag. Ich bin vermutlich zu früh aufgestanden - um 6 Uhr. Aber da ich der Meinung war, dass die Flugbuchung über das Internet funktioniert hat, obwohl die Airasia-Website dies in meinem persönlichen Bereich wohl auch hätte anzeigen sollen, war das frühe Aufstehen notwendig.

In Ubon Ratchathani gleich ein TukTuk zu finden, um zum Flughafen zu kommen, war gar nicht so einfach, musste erst mal ein paar Hundert Meter laufen.

Ansonsten war es dann einfach. Ich zeigte meinen Reisepass und am Check-In fand der Mann meinen Namen und die Buchung. Trotzdem finde ich, könnte Airasia nach all den Jahren am Markt mal eine wirklich funktionierende Webseite aufbauen. Es gibt z.B. auch eine Airasia-App - die läuft bei mir auf dem Tablet überhaupt nicht, obwohl ich sie noch aktualisiert habe.



Am Flughafen Don Muang wusste ich leider zunächst überhaupt nicht, was ich machen sollte. Deshalb vertroedelte ich erst mal ausgiebig Zeit in einem Café. Zuletzt - vor ca. 3 Jahren - bin ich nach Ayutthaya gefahren. Ich entschied dann, dass es jetzt auch nichts bringt, zum dritten Mal und schon wieder durch die Ruinen dort zu stapfen, zumal die Anreise dorthin letztes Mal ziemlich chaotisch in einem stark verspäteten und überfüllten Zug erfolgte.

Da mir immer noch keine wirklichen weiteren Alternativen zu Bangkok bekannt sind und booking.com auch nichts Brauchbares z.B. an der Küste südlich von Bangkok anzeigt, entschied ich mich dann eben für Bangkok selbst.

Mir wurde im Flughafen eine Sim-Karte für das Tablet aufgeschwatzt, das passte mir aber gerade gut, damit ich mittels booking.com direkt nach einer Unterkunft suchen konnte. Naja, 5 € ist ja auch nicht so viel Geld.

Das Zimmer ist das teuerste dieses Urlaubs, sicher nicht das beste des Urlaubs, aber es ist o.k. und von jetzt auf gleich gibt's eben nichts Billigeres über booking.com - außer natürlich in Mehrpersonen-Schlafzimmern von Hostels.

Der Stadtteil hier heißt Silom, hat viele Hochhäuser. Das Umfeld bezeichne ich mal als "etwas dubios".



Das Hotel war nicht so leicht zu finden, da es in der dritten und vierten Etage eines Häuserblocks liegt und die ganze Sackgasse hier "The Pavilion Place" heißt. Unten sind Animierlokale drin. Eine Seitenstraße weiter liegt der Padpong Night Market, drei Gassen, wo Souvenirs und Kleidung verkauft werden. Die äußeren Gassen werden flankiert von Massage-Läden und Nachtbars, in denen halbnackte Mädchen an Theken sitzen oder auf Bühnen tanzen. Wer sich hineinverirrt, hat möglicherweise eine kostenintensive Fehlentscheidung getroffen, denke ich mal.

Nicht weit entfernt ist auch der Lumpini Park, einer der größten Parks von Bangkok mit etwa 750 m Kantenlänge. Er ist von einigen Hochhäusern umgeben.



>Am/im Lumpini Park<



Da war ich am späten Nachmittag. Der Park selbst ähnelt strukturell ein wenig dem Volksgarten in Köln. Auf dem Teich sind Liebespaare in schwanenförmigen Tretbooten unterwegs. Es wird viel gejoggt, und es gibt viele Fitness-Geräte hier. Es gibt auch Tiere. Ich sah einen Waran und einige, zum Teil auch größere Schildkröten:






Die letzten zwei Nächte der Reise muss ich keinen Wecker stellen. Das ist ja schon mal toll. "Naturwecker", die sich ungefragt berufen fühlen, den Weckdienst auszuüben, gibt es wohl auch nicht.

Klima:

19:30 Uhr, 28.0 Grad, 54 % Luftfeuchtigkeit. Deutlich wärmer, aber bemerkenswert trocken.