Mittwoch, 22. November 2017

Über die laotische Grenze nach Muang Khong

Muang Khong, Done Khong Island, Si Phan Don, Mekong/Laos
Khong View Guesthouse (8 €/Nacht)


Gestern war ich 8 Std. unterwegs, um diesen Ort zu erreichen. Die Gunst der Stunde muss man nutzen, solange man noch fit ist.

Das Hotel in Ubon Ratchathani verließ um 8 Uhr, suchte zunächst ein Taxi zum ca. 5 km entfernten zentralen Busbahnhof. Der Thai-Laos-Bus war allerdings ausgebucht. Ich nahm dann einen lokalen Minibus zu der ca. 70 km entfernten Grenzstation Chong Mek, der auch direkt los fuhr.




>An der Grenze, Chong Mek<

Die Grenzprozeduren auf der laotischen Seite sind zwar ziemlich chaotisch, aber bei mäßigem Andrang ging es doch relativ zügig. 1.300 Baht kostete das "Visa at Arrival", 100 Baht mehr, als erwartet.

Bezüglich der Weiterfahrt versuchen einige Bike-Fahrer die ankommenden Gäste erst einmal zu überzeugen, dass kein Bus etc. kommen wird. Aber 40 km nach Pakxe auf einem Moped, nein danke, abgesehen von den Kosten. Ich hatte ausserdem schon gehört, dass 1 km weiter ein Busbahnhof sein soll. Schließlich brachte mich ein Moped dort hin. Dieser Minibus fuhr sogleich auch los.


Ich war dann so frühzeitig in Pakxe, dass ich mich - wie geplant - entschloss, gleich weiterzufahren, denn in Pakxe hatte ich im letzten Jahr schon einige Tage verbracht. Ich bestieg eine Motorikscha, denn bedauerlicherweise muss man zum Süd-Busbahnhof in Pakxe, 8 km entfernt.


Der Minibus dort wurde richtig vollgepackt, auch auf dem Dach. Die Beine konnte ich im Bus auch nicht ausstrecken, zeitweise Schmerzen in den Knien waren die Folge auf dieser 2,5-stündigen Fahrt.





Muang Khong ist ein kleines Dorf auf einer Mekong-Insel, die allerdings inzwischen auch eine Brücke zum Festland hat. Es gibt hier einige Guesthouses und auch 2,3 teure Hotels.





>Muang Khong<






>Der Blick auf den Mekong ist toll<



Ansonsten gibt es - abgesehen von zwei Wats und einem kleinen Museum in der französisch-kolonialzeitlichen Villa - nichts zu tun.




Es sei denn, man möchte Fahrrad fahren und die Insel erkunden. Das ist aber heftig bei diesem Klima hier, heute war es sehr sonnig, es gibt kaum Schatten auf der Straße.



Ausser Agrarlandschaft mit abgeernteten Reisfeldern und einigen Wasserbüffeln drauf, gibt es vermutlich auch wenig zu sehen. Ein paar bewaldete Hügel gibt es noch, und einzelne Wats. 

So verbleiben einige Dorf-Idylle:


 


>Ziegen, Restaurant<


Essen gehen, Bier trinken, kann man ganz gut. "Fish Sweet & Sour" testete ich schon gestern, das war gut. Heute Mittag orderte ich auch gebratene Frühlingsrollen.

Eben, es war schon dunkel, goss es heftig. Mittlerweile kenne ich auch das Wifi-Password meiner Unterkunft. Das kleine Mädchen wusste, wo es zu finden ist, nämlich auf der Rückseite von ihrem Handy. Die Unterkunft hatte ich schon im Reiseführer ausgesucht, leider ist das Personal hier meist sprachlich unkundig und wenig hilfreich. Man hängt meist nur vor dem Fernseher rum, der "alten Droge" für das Volk. 


Morgen geht es per Boot weiter zu den mit einer alten französischen Brücke verbundenen Inseln Don Det und Don Khon. Auf letzterer plane ich wieder mindestens zwei Nächte zu verweilen. Ob ich dort bereits fitter für ein Fahrrad bin, bezweifle ich allerdings.

Fortsetzungen:

Ban Khon - Ein Dorf im Mekong

Die alte Eisenbahnbrücke im Mekong

Mit dem Fahrrad durch Don Khon

Mit dem Fahrrad durch Don Det


Point gesetzt auf der Insel Don Khon auf der Weltkarte bei stories-and-places.com

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