Donnerstag, 10. Mai 2018

Eifel-Wanderung Nettersheim – Hollerberg – Bad Münstereifel

Am letzten Sonntag hatten wir tollstes Wetter. Bis zu 24 Grad waren für Nettersheim angesagt. Aus meiner Sicht die Idealtemperatur, da sie gestattet, ohne Jacke zu wandern. Hinzu kam tüchtig Wind, und das ist gut, denn auf sonnigen Streckenabschnitten kann es natürlich deutlich wärmer sein. 

Von Nettersheim nach Bad Münstereifel bin ich wahrscheinlich noch nie gegangen – man muss halt erst einmal auf diese Idee kommen. Die gewählte Strecke war knapp 20 km lang. 

Von Nettersheim ging ich zunächst etwa anderthalb Kilometer das Genfbachtal hoch:



Ich bog dann aber ab, um durch Engelgau zu gehen.


>Diese alte Eiche steht westlich von Engelgau und ist Naturdenkmal. Der Stamm ist zum Teil hohl, direkt am Fuß steht eine Tafel der Wallfahrt Sistig - Michelsberg.<
 


>Dorfmotiv Engelgau<

Über den 550 m hohen Himberg ging ich dann nach Frohngau weiter. 


>Am Himberg<



>Trafostation Frohngau, versteckt am Friedhof<



>Mitunter war die Eifel schön gelb, wie hier die Butterblumenwiese bei Frohngau. Aber es fuhren auch schon Traktoren, um Heu oder Silage zu machen und manche Gegenden wie am Hollerberg (siehe weiter unten) waren daher auch frisch gemäht.<

Nordöstlich von Frohngau besichtigte ich einen Kalksteinbruch: 


Der Weg durch das Werk dort war (zumindest zweifelsfrei legal) nicht möglich, so dass ich umkehrte und durch Holzmülheim ging. Dort ist die Erft-Quelle, schön eingefasst und mit Schautafeln versehen, die zeigen, dass die Erft hier an einer Verwerfung zutage tritt. 

Ich bog im Ort nach Norden ab und kam zum 501 m hohen Hollerberg:


Auf der Kuppe gab es eine Überraschung, denn es gibt dort eine sehr versteckt gelegene gesprengte Bunkeranlage. Sie liegt in wald- und strauchumgebenen Löchern, und man kann 5 m daran vorbei gehen, ohne sie zu sehen. 

 
>Bunkeranlage Hollerberg. Man sollte hier etwas aufpassen.<


Ich schätze mal, es gibt nicht viele Leute, die diesen Ort aus eigener Anschauung kennen. Ich wusste davon auch nichts. Dennoch fand ich nach der Wanderung etwas im Internet zu diesem Ort, schaut bei relikte.info selbst. Lagetechnisch ist es einer der schönsten Lost Places, die ich kenne. 

Ich ging weiter durch Bergrath und das Kruchenbachtal runter nach Eicherscheid. 

Die letzten 3 km nach Bad Münstereifel bin ich in der Vorwoche schon gegangen. In Bad Münstereifel kaufte ich nur ein Eis. Ein Weizenbier hätte ich gern getrunken, aber es war dort wesentlich mehr los als in der Vorwoche mit ihrem unsicheren Sonntags-Wetterbericht, und daher gab es keinen mir angenehmen freien Sitzplatz draußen. Ich fuhr zurück nach Köln und trank das Weizenbier am Ecco bei mir in der Südstadt an der Severinstorburg. Das war auch toll, so ein Bier zieht so richtig rein nach einer so langen Wanderung. 

Kommentare:

  1. Tolle Eindrücke von deiner Wanderung zeigst du heute wieder. Der Mai ist einfach schön zum Wandern, wenn alles wieder so schön wächst und gedeiht. Und was das Bier angeht, muss ich dir auch recht geben: es gibt nichts besseres nach einer Wanderung als „a scheene Hoibe“ wie man bei uns sagt :)
    LG, Varis

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  2. Hallo,
    viel Dank für Ihren Hinweis zur Bunkeranlage auf dem Hollerberg:
    bei Bad Münstereifel-Rodert gibt es auf dem Eselsberg, also in garnicht so grossem Abstand auch eine, allerdings nicht versteckte Ruine des gesprengten sogenannten "Felsennestes",welches ebenfalls zur Luftverteidigungszone West LVZ) gehörte.
    Gruss hercle

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